Home Foren Fragen und Antworten Zuzug fördern

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    • Milan
      Teilnehmer
        Beitragsanzahl: 19

        Sie wollen einkommensstarke Familien für Birkenau begeistern. Was ist mit der Mittelschicht?

      • Milan
        Teilnehmer
          Beitragsanzahl: 19

          Einkommensstarke Familien zu begeistern, in unsere Gemeinde zu ziehen, ist unter dem wirtschaftlichen Aspekt aus meiner Sicht sehr wichtig. Unsere Gemeinde ist stark verschuldet und wir müssen dringend etwas tun, damit unsere Bürgerinnen und Bürger nicht immer höhere Steuern und Gebühren zahlen müssen, wie zum Beispiel die gerade massiv erhöhten Abwassergebühren. Dies würde wiederum vor allem einkommensschwächeren Bürgerinnen und Bürger eine höhere Belastung auferlegen. Außerdem wirkt sich diese Überlegung auch auf Themen wie „bezahlbaren Wohnraum in Birkenau schaffen“ positiv aus. Vielleicht ist hiermit klarer ersichtlich, dass es mir um das Wohl aller Familien unabhängig vom Einkommen geht. Dies wird auch dadurch deutlich, dass ich Einrichtungen wie zum Bespiel Kindergärten und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten in den Fokus nehme.

          Milan Mapplassary

        • Ute Hoffmann
            Beitragsanzahl: 17

            Guten Morgen,

            in meinen Augen muss man hier etwas vorsichtig sein.
            Ich kann nur von dem Ort sprechen, wo wir vorher gelebt haben. In Hohensachsen sind durch das Neubaugebiet viele Leute mit Geld zugezogen und haben dann auch Altbestand an Häusern gekauft und hohe Summen gezahlt, da hat man als Normalbürger keine Chance mehr etwas bezahlbaren zu bekommen.

            Gruß

            Ute Hoffmann

          • Ulrike Hehn
              Beitragsanzahl: 17

              Das wird hier in Birkenau schon seit ca.40 Jahren praktiziert und die Schulden gibt es trotzdem.Gebracht hat es nichts aber zu Verdrängung geführt. Als Doppelverdiener in normalen Berufen kann man sich hier kaum einen Bauplatz leisten,selbst wenn die Eltern hier wohnen und man gerne bliebe….

            • Petra Helène
                Beitragsanzahl: 17

                Das Problem sehe ich auch. Aktuell wird jeder verfügbare Quadratmeter in Birkenau mit Luxuswohnungen zugebaut – siehe Vereinshaus und Engel. Neuen, bezahlbaren Wohnraum für Otto-Normal-Verdiener oder gar Wenig-Verdiener sehe ich überhaupt nicht. Im Gegenteil: durch die hohen Grundstückspreise sind auch die Mieten in die Höhe geschossen.
                Es ist meiner Meinung nach dringend erforderlich, bezahlbaren Wohnraum für alle Schichten zu schaffen und darauf zu achten, dass eine „Durchmischung“ erfolgt, damit aus Birkenau kein „Schickimicki-Ghetto“ wird.

              • Milan
                Teilnehmer
                  Beitragsanzahl: 19

                  Vielen Dank Ihnen dreien, dass Sie mit mir in den Dialog treten!

                  Wir alle sehen die dringende Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Ich teile auch Ihre Meinung, dass dies für alle Familien unabhängig vom Einkommen sein muss. Eine ausschließliche Fokussierung auf einkommensstarken Zuzug, entspricht auch nicht meiner Vorstellung für eine gute und zukunftsweisende Gemeindeentwicklung.

                  Wie Sie wissen, spielen viele externe Faktoren bei der Preisentwicklung von Immobilien eine Rolle. Die Zinsen befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Die Folge ist, dass viele Menschen ihr Kapital (sofern vorhanden) in andere Anlageformen, vorzugsweise in Immobilien, investieren und dadurch die Preise dementsprechend steigen. Dieser Entwicklung kann eine Gemeinde nur bedingt entgegenwirken. Die Erschließung neuer Wohngebiete ist sicherlich ein richtiger Weg, aber hierzu gilt es auszuloten, wo und auf welcher Art und Weise dieser geschaffen werden kann. Ebenso ist es wichtig, die große Leerstandsituation in Birkenau in bezahlbaren Wohnraum umzuwandeln, indem man beispielsweise Eigentümern Anreize schafft, diese für den Markt zu erschwinglichen Preisen freizugeben.
                  Wir selbst würden uns auch gerne ein bezahlbares Eigenheim zulegen und hier alt werden. Somit kennen wir die Problematik aus eigener Erfahrung, denn auch wir suchen hierfür eine Lösung.

                  Wie Sie ebenfalls richtig anmerken, sind die Schulden immer noch existent und steigen stetig weiter. Um diesen Schuldenstand zu reduzieren, ist es mir sehr wichtig, dass der Abbau unseres Schuldenbergs nicht auf Kosten der Mieter, Vermieter und Immobilienbesitzer ausgetragen wird, indem man beispielsweise eine Grundsteuererhöhung als Lösung sieht.

                  Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen konkreteren Einblick in meine Vorstellung, was Zuzug für mich bedeutet, geben.
                  Auch bei diesem so äußerst wichtigen Thema, das alle in unserer Gemeinde betrifft, ist die Kooperation mit Ihnen unabdingbar und das Fundament für das Angehen solcher Probleme.
                  Hierzu lade ich Sie ein, weitere Ideen, Vorschläge und Anregungen hier mit uns allen zu teilen.

                  Ihr
                  Milan Mapplassary

                • Knut Roggatz
                    Beitragsanzahl: 17

                    Hallo Herr Mapplassary,

                    grundsätzlich teile ich die die Ausführungen der Beiträge.
                    Die Waage zwischen bezahlbarem Wohnraum und attraktiven Möglichkeiten muss gehalten werden. Hierzu kann eine Einrichtung wie die Baugenossenschaft sicher einen Beitrag leisten. Eine Seite der Diskussion kommt mir zu kurz: Zuzug bedeutet auch einen weiteren Bedarf von Infrastruktur, die Kosten auslöst. Haben Sie das schon einmal durchkalkuliert?
                    Bislang vermisse ich bei Ihnen, wie bei Ihrem Mitbewerber konkretere Ansätze für die Lösung des Haushaltsproblems

                    Grüße Knut Roggatz

                    • Milan
                      Teilnehmer
                        Beitragsanzahl: 19

                        Sehr geehrter Herr Roggatz,

                        ich stimme Ihnen voll und ganz zu, es muss eine Waage zwischen bezahlbarem Wohnraum und attraktiven Möglichkeiten hergestellt werden und die Baugenossenschaft bietet sich eventuell als geeigneter Partner an.
                        Ebenfalls gebe ich Ihnen Recht, dass der Zuzug von Neubürgerinnen und Neubürgern eine Erweiterung der Infrastruktur mit sich bringen muss und uns etwas kostet, allerdings möchte ich auch darauf hinweisen, dass zum einen der Zuzug auch Einnahmen zur Folge hat, die uns allen zugutekommen und die Erweiterung der Infrastruktur auch mithilfe von Fördermitteln des Landes/Kreises zu bewerkstelligen ist. Eine konkrete Kalkulation hierfür ist erst dann durchführbar, wenn es ein konkretes Vorhaben gibt (Was, Wo, Wie, Wann?) Dennoch bin ich überzeugt, dass ein durchdachtes, gesamtkonzeptionelles und wirtschaftlich nachhaltiges Vorgehen an dieser Stelle, Birkenau besser positionieren wird.

                        Nichtsdestotrotz ist der Zuzug in meinen Augen lediglich ein Baustein zur Sanierung unserer Finanzlage und hinsichtlich des zeitlichen Aspekts wird die Generierung finanzieller Mittel durch ihn eher auf langfristiger Sicht zu einem soliden Haushalt führen. Es gilt dabei die Bedingungen für den Zuzug zu verbessern. Im ersten Schritt gilt es, Leerstände zu vermeiden, indem ich gemeinsam mit den Gemeindevertretern – wie ich bereits mehrfach erwähnt habe-Konzepte entwickeln will, um den Eigentümern Anreize zu bieten, diese Leerstände zu füllen. Das Mehrangebot an Wohnungen und gar Gewerbeflächen würde auf diese Weise die Gemeindekasse schonen und ein Schritt zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums sein.

                        Weitere konkrete Lösungen zur Haushaltslage habe ich bereits mit meinen ersten Veröffentlichungen auf meiner Homepage erwähnt (LINK VISION). Den zu entscheidenden ökonomischen Fragen muss die Frage „Was können wir uns leisten?“ immer vorangehen So will ich die Gemeindevertretung auch dafür gewinnen, Budgethöchstgrenzen für Projektplanungen festzulegen, die es bisher nicht gab. Einen weiteren Beitrag meinerseits sehe ich darin, dafür zu sorgen, dass die Jahresabschlüsse zeitnah vorliegen, umso verlässlichere, finanzbezogene Entscheidungen treffen zu können. Eine weitere Komponente unseren Haushalt nachhaltiger zu gestalten, sind vorbeugende und vorrausschauende Instandhaltungsausgaben, um vielfach teurere Notfallmaßnahmen (z. B. Wasserinfrastruktur) zu vermeiden. All diese Dinge werden nicht dazu führen, dass wir sofort aus den Schulden kommen, aber ich sehe es als einzige Möglichkeit einen notwendigen Wandel in Gang zu setzen, der sich in der Zukunft bewähren wird. Hierin kann die Basis für eine finanzielle Genesung liegen.

                        Ihr
                        Milan Mapplassary

                  Ansicht von 6 Antwort-Themen
                  Antwort auf: Antwort #1633 in Zuzug fördern
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