Home Foren Fragen und Antworten Zuzug fördern Antwort auf: Zuzug fördern

Milan
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    Sehr geehrter Herr Roggatz,

    ich stimme Ihnen voll und ganz zu, es muss eine Waage zwischen bezahlbarem Wohnraum und attraktiven Möglichkeiten hergestellt werden und die Baugenossenschaft bietet sich eventuell als geeigneter Partner an.
    Ebenfalls gebe ich Ihnen Recht, dass der Zuzug von Neubürgerinnen und Neubürgern eine Erweiterung der Infrastruktur mit sich bringen muss und uns etwas kostet, allerdings möchte ich auch darauf hinweisen, dass zum einen der Zuzug auch Einnahmen zur Folge hat, die uns allen zugutekommen und die Erweiterung der Infrastruktur auch mithilfe von Fördermitteln des Landes/Kreises zu bewerkstelligen ist. Eine konkrete Kalkulation hierfür ist erst dann durchführbar, wenn es ein konkretes Vorhaben gibt (Was, Wo, Wie, Wann?) Dennoch bin ich überzeugt, dass ein durchdachtes, gesamtkonzeptionelles und wirtschaftlich nachhaltiges Vorgehen an dieser Stelle, Birkenau besser positionieren wird.

    Nichtsdestotrotz ist der Zuzug in meinen Augen lediglich ein Baustein zur Sanierung unserer Finanzlage und hinsichtlich des zeitlichen Aspekts wird die Generierung finanzieller Mittel durch ihn eher auf langfristiger Sicht zu einem soliden Haushalt führen. Es gilt dabei die Bedingungen für den Zuzug zu verbessern. Im ersten Schritt gilt es, Leerstände zu vermeiden, indem ich gemeinsam mit den Gemeindevertretern – wie ich bereits mehrfach erwähnt habe-Konzepte entwickeln will, um den Eigentümern Anreize zu bieten, diese Leerstände zu füllen. Das Mehrangebot an Wohnungen und gar Gewerbeflächen würde auf diese Weise die Gemeindekasse schonen und ein Schritt zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums sein.

    Weitere konkrete Lösungen zur Haushaltslage habe ich bereits mit meinen ersten Veröffentlichungen auf meiner Homepage erwähnt (LINK VISION). Den zu entscheidenden ökonomischen Fragen muss die Frage „Was können wir uns leisten?“ immer vorangehen So will ich die Gemeindevertretung auch dafür gewinnen, Budgethöchstgrenzen für Projektplanungen festzulegen, die es bisher nicht gab. Einen weiteren Beitrag meinerseits sehe ich darin, dafür zu sorgen, dass die Jahresabschlüsse zeitnah vorliegen, umso verlässlichere, finanzbezogene Entscheidungen treffen zu können. Eine weitere Komponente unseren Haushalt nachhaltiger zu gestalten, sind vorbeugende und vorrausschauende Instandhaltungsausgaben, um vielfach teurere Notfallmaßnahmen (z. B. Wasserinfrastruktur) zu vermeiden. All diese Dinge werden nicht dazu führen, dass wir sofort aus den Schulden kommen, aber ich sehe es als einzige Möglichkeit einen notwendigen Wandel in Gang zu setzen, der sich in der Zukunft bewähren wird. Hierin kann die Basis für eine finanzielle Genesung liegen.

    Ihr
    Milan Mapplassary