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    • Milan
      Teilnehmer
        Beitragsanzahl: 19

        Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

        wie Sie sicherlich hier in meiner Vision für Birkenau unter „Kinder und Jugendliche“ gelesen haben, will ich Jugendlichen Anreize bieten, sich in das Gemeindeleben einzubringen. Nach verschiedenen Gesprächen mit Bürgerinnen/Bürgern und auch Jugendlichen, hat sich für mich eine Idee herauskristallisiert, die ich heute gerne mit Ihnen teilen und diskutieren möchte.

        Oft fiel in Gesprächen das Wort „Politikverdrossenheit“. Meiner Meinung nach gibt es für dieses nachvollziehbare Empfinden vielschichtige Gründe. Fehlende Informationen, fehlende Transparenz und daraus folgend die Frage nach der Sinnhaftigkeit mancher Entscheidungen im politischen Betrieb. Diese sind unter anderem die Grundlage für ein wachsendes Desinteresse an Politik (nicht nur bei Jugendlichen). Wie kann man dem entgegenwirken? Wie kann man Menschen und vor allem junge Menschen, die die Zukunft unserer Gemeinde gestalten werden, an politische Themen und damit auch an gemeinschaftliche Verantwortung heranführen?

        Mein Vorschlag hierzu wäre die Schaffung eines Jugend-Gemeindeparlaments. Die Gemeinde und auch unsere Jugendlichen würden stark davon profitieren, wenn wir ein solches unabhängiges Parlament ins Leben rufen würden. Es bestünde aus jungen Erwachsenen, die neben eigenen auch die Themen der Gemeindevertretung unter sich diskutieren können. Auch wenn hier keine reale Entscheidungsbefugnis bestehen würde, so könnte das Parlament eine beratende Funktion bei Bedarf wahrnehmen. Es würden als politisches Sprachrohr der Gemeindejungend fungieren. Ein weiteres Ziel wäre auch, ein Interesse für die Arbeit der Gemeindevertretung zu schaffen und somit für Nachwuchs zu sorgen.

        Hier nochmal in kurzen Punkten:

        Wie könnte das Jugend-Gemeindeparlament aussehen?

        – jeweils ein bis zwei freiwillige, ehrenamtliche Jugendvertreter aus jedem Ortsteil
        – bis maximal 25 Jahre
        – keine Parteizugehörigkeit notwendig
        – regelmäßige Sitzungen

        Welche Funktion hat das Jugend-Gemeindeparlament?
        – Interessenvertretung der Gemeindejugend
        – Austausch politischer Themen unter Jugendlichen
        – Verfassen von Stellungnahmen zur Einsicht für die Gemeinde
        – ergänzende Meinungsabbildung im politischen Prozess
        – Nachwuchs für die Gemeindevertretung/-verwaltung

        Wie kann das Jugend-Gemeindeparlament ins Leben gerufen werden?
        – Einführungs-Workshop zur Definierung der Regeln und Ziele des Jugend-Gemeindeparlaments durch Gemeindevertreter und Bürgermeister
        – Klarer Auftrag und Rahmen

        Dieses Jugend-Gemeindeparlament hat das Potential, unsere Jugend in ihrem Selbstbewusstsein, der Verbundenheit zur Gemeinde und ihrem Wunsch sich engagieren zu können, zu stärken. Um meinem Kooperationsgedanken Ausdruck zu verleihen, möchte ich diese Idee hier im Bürgerforum zur Diskussion stellen. Welche zusätzlichen Gestaltungsideen haben Sie? Was kann diese Idee ergänzen? Was braucht es vielleicht noch?

        Ich freue mich über Ihre rege Beteiligung und verbleibe mit freundlichen Grüßen
        Ihr
        Milan Mapplassary

      • Ulrike Hehn
          Beitragsanzahl: 17

          Jugend zu beteiligen ist grundsätzlich eine gute Oder.Nicht gut ist wenn vom Bürgermeister oder der Gemeindevertretung topdowning betrieben wird indem gesagt wird wie ein Jugendparlament zu laufen hat.So lernt man keine Demokratie.Man sollte den Jugendlichen einen Raum und eine Plattform bieten sich selbst zu organisieren und ihnen dann auch Mitbestimmung geben in einem gemeinsam zu definierenden Rahmen.Man lernt nur wenn man es selber macht!!!Es braucht eventuell etwas Hilfe,aber die sollte nicht aufoktroiert werden,nach dem Motto wir Alten können es,ihr braucht es uns nur nachmachen.Jugendliche sind durchaus politisch interessiert, aber auf anderen als den bisherigen Wegen.Also sollte man das Angebot machen,aber den Weg selber finden lassen unser Grundgesetz wurde auch erarbeitet,und das war ein langer Weg…aber ein eigener.Und so müsste es auch mit einem Jugendparlament sein:eigener Weg um Hinzu finden..

          • Milan
            Teilnehmer
              Beitragsanzahl: 19

              Sehr geehrte Frau Hehn,

              ich stelle fest, dass wir da einer Meinung sind. Wir haben Jugendliche, die politisch interessiert sind und auch ihre Meinung äußern können und wollen. Hierfür brauchen Sie eine geeignete Plattform, um sich eigenständig zu organisieren und ihr politisches Interesse unabhängig zu formulieren.
              Genau darauf zielt mein Vorschlag ab und sieht auch kein Top-Down-Mechanismus vor. Die Rolle der Gemeindevertreter und des Bürgermeisters ist lediglich darauf beschränkt, den Jugendlichen, die ersten Schritte zu erleichtern und beratend zur Seite zu stehen.
              Ich bin wirklich sehr davon überzeugt, dass durch diese erweiterte Meinungsabbildung die Demokratie in unserer Gemeinde an Wert gewinnen kann.

              Mit freundlichen Grüßen
              Ihr
              Milan Mapplassary

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        Antwort auf: Jugend
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